Romanshorn
   
Neue Ideen für Brücke und Hotel

Die ig-hafen-romanshorn steht der Projektidee Brücke Hafen zum Stadtzentrum positiv gegenüber.

ROMANSHORN ⋅ Die Stadt möchte im Bereich des «Volksgarten» für 17 Millionen Franken eine Velo- und Fussgängerverbindung über die Gleise an den See bauen. Vier örtliche Architekten (Dieter Bötschi, Alp Özuzan, Werner Widmer, Andreas Zech) stellen zwei Alternativen zur Diskussion. Siehe auch Artikel in der Thurgauer-Zeitung vom 07.02.217 hier unter Medienberichte, Weiterer Artikel in der TZ 09.02.2017.

Die Architekten könnten sich das in Diskussion stehende Hotel von Hermann Hess auf dem Parkplatz hinter dem Stellwerk vorstellen. Ist es dort denkbar?

Es würde dem kommunalen Richtplan entsprechen.



Romanshorn Stadtenwicklung

Gleisquerung und Zentrumsentwicklung

neue Ideen zur Diskussion 

Das vorgestellte Projekt der Passerelle über die Geleise von der Alleestrasse bis direkt zum Sportboothafen der SBS ist ca. 330 Meter lang. Es soll dort mit einer Ziehbrücke ausgerüstet sein, damit Boote am Hafen verschoben werden könnten. Es endet in der Alleestrasse knapp in den Häuserzeilen vis a vie altem Coop. Hier wird man den „Einstieg“ zum Steg nicht vermuten. Die Auffahrt für Velos erfolgt von der Friedrichshafenstrasse. Die Linienführung des Seeradwegs will der Kanton vom Egnacherweg weg, zur Seeseite der Bahnlinie verlegen. Darauf will die Stadt mit dem Projekt reagieren.

 

·           Veloverkehr: Die Absicht, den Seeradweg von der Friedrichshafenstrasse über eine neue Brücke in die Alleestrasse und dann weiter vom See entfernt durch das Zentrum zu führen, entspricht den Wünschen der Velotouristen nicht.
Benutzer des Seeradwegs sind Touristen, die am See entlang fahren möchten.
Sie würden gerne in Restaurants am Seeufer und Hafen einkehren oder einen Zwischenhalt machen. Die Velotouristen werden kaum Interesse haben, in der Alleestrasse einzukaufen.
Das Projekt soll aber den grossen Teil der Velofahrer vom neu seeseitig geführten Radweg abnehmen, wegen Engpässen am Hafen.

·           Eine Verbindung über die Geleise zur Seeseite soll auf beiden Seiten -  an den Endpunkten - urbane Nutzungen mit interessanten Angeboten verbinden und soll an das Konzept der Plätze im Zentrum direkt anschliessen. Eine Investition ist gerechtfertigt, wenn damit dichte urbane Nutzungen vernetzt werden.

Andere Ideen:

Die alternativen Projektideen basieren darauf, dass mit einer Brücke möglichst direkt „Angelpunkte“ von interessanten städtischen Nutzungsgebieten auf kurzem Weg verbunden werden. Nur so wird ein solcher Infrastrukturbau breit genutzt.

Der von der Stadt präsentierte Vorschlag erschliesst seeseitig ein Gebiet, das dieser Forderung nur langfristig gerecht werden kann (keine konkrete, bauliche Entwicklungen in absehbarer Zeit). Mit dem Restaurant „Hafen“ und den weiteren Angeboten im Gebäude der Schifffahrt und dem Projekt im Lagerhaus ist eine Anbindung im Bereich des neuen Stellwerks schon heute interessant. Mit diversen touristisch, gewerblichen Nutzungen an diesem Standort - z.B. auch einem Hotel - kann die Nutzung noch verdichtet werden.

·           1. Variante: Verbindung aus der Berglistrasse mit überqueren der Neustrasse und Geleise bis zum neuen Stellwerkgebäude. Seeseitig vom Stellwerk ein multifunktionales Gebäude planen als Attraktion am Endpunkt der Verbindung.
(Ein Gebäude zur Seeseite könnte neben Hotelnutzung auch Läden in touristischer Richtung oder Gastronomie ergänzend zum Restaurant Hafen enthalten. Es müsste hier eine Parkierung vorgesehen werden als Ersatz bestehender Plätze und ergänzt mit zusätzlichen. Der Bau kann mit einer zur Brücke hoch führenden Rampe für Velofahrer kombiniert werden)
Vorteile: Die Verbindung beginnt am Coop-Platz dem südlichen Ende der „Spange“ Alleestrasse bis „Stadtplatz
Das Brückenbauwerk ist in dieser Variante um mehr als die Hälfte kürzer als das Projekt der Stadt.

·           2. Variante: Eine Verbindung bestehend aus dem Aufgang auf der Parzelle 208, öffentlicher Parkplatz an der Ecke Rislen- / Neustrasse und dem Ende in einem analogen Gebäude wie in Variante 1. beim neuen Stellwerk SBB. Eine Baute auf Parzelle 208 muss nicht nur Aufgang sein, sondern kann auch weitere Funktionen wie bessere Veloparkierung, anderer Kiosk etc. beinhalten.
Diese Verbindung führt über die Rislenstrasse auch direkt zum Coop-Platz und ergänzt so auch das urbane Netz.

Die Vorteile dieser beiden Linienführungen liegen im Verbinden von Zonen, die genügend Publikumsverkehr haben. Damit wird eine ergänzende Infrastruktur ermöglicht, die angenommen wird, weil sie auf Interesse stösst.

 

Ein neues Gebäude südlich des ehemaligen Lagerhaus 1 (Riegelbau) könnte grosszügig in die Höhe entwickelt werden. Es würde als Gegenüber zum bestehenden Silo wirken und die Silhouette auf der Hafensüdseite in der 2. Reihe als schlanker hoher Bau positiv ergänzen.

 

Ausschnitt aus Studienbeschrieb  Romanshorn 30. März 2017

 

Werner Widmer, Dieter Bötschi, Alp Özozan, Andreas Zech

 


Fragen zur Bahngleisüberquerung


Nehmen Bezug zum Artikel im Seeblick vom 13.04.2017

Themen:
Veloverkehr: Die Absicht, den Seeradweg von der Friedrichshafenstrasse über eine neue
Brücke in die Alleestrasse und dann weiter vom See entfernt durch das Zentrum zu führen,
entspricht in keiner Weise den Wünschen der Velotouristen.
Benutzer des Seeradwegs sind Touristen, die am See entlang fahren möchten.
Sie würden gerne in Restaurants am Seeufer und Hafen einkehren oder einen Zwischenhalt machen und z. B. ein Glace kaufen. Die Velotouristen werden kaum Interesse
haben, in der Alleestrasse einzukaufen. Wie wird der Radweg durch das Zentrum geführt? Wird nicht der ganze best. Verkehr auf Allee- Hafenstrasse etc. damit gefährlicher?Hafenpromenade:
Einziger Engpass besteht beim Ausgang der Bahnhofunterführung auf der Hafenseite. Schon während dem Projekt Bahnhofumbau wurde ein Vorschlag gemacht
wie das besser umzusetzen wäre. Mit einer in den Hafen verlängerten Unterführung und neuem Aufgang kann das Problem doch noch in diesem Sinne gelöst werden, logischer, einfacher und kostengünstiger als eine Brücke. Das Stück Hafenpromenade von der Transitpost bis zur Biegung des Hafenbeckens wird nie ein „Ort zum Verweilen“ sein können, zu schmal, nicht attraktiv, nicht an diesem Ort nötig. Es ist hier sehr wohl auf einer Breite von 7.0 Meter und mehr möglich durch zu fahren und einen Bereich für die Fussgänger zu reservieren. (Die Brücke soll ja auch nur 3+3 Meter breit sein.) 


Bestehende Unterführung: „kann keine grösseren zusätzlichen Personenströme aufnehmen“? Es kann ja nicht sein, dass man andern Orts betont, man habe seinerzeit bei
den SBB erwirkt, dass die Unterführung breiter gebaut wird und nun soll das nicht genügen.
Dieses Argument ist nicht zutreffend. Was aber möglich ist, dass das See seitige Perron bereits heute zu schmal ist. Der
Rampenaufgang kann hier nur auf einer Seite sicher umgangen werden. 

Handlungsbedarf SBB: worin besteht der? 

Mögliche Fragen:

1. Müsste eine Brücke nicht Punkte verbinden wo etwas los ist, wie etwa die Gleisquerung für das Lago in Konstanz?
2.Muss man zum Standort der Passerelle nicht feststellen, dass hier heute nichts von wichtigem Interesse verbunden wird? 
3. Wo gibt es ein Beispiel, dass ein stark frequentierter Radweg mitten durch ein Ortszentrum mit gemischten Verkehr und einer Begegnungszone geführt wird. 
4.Wie verhält sich das mit dem Ziel von „Entflechten der grossen Veloroute“ mit der Führung durch die Alleestrasse als Fussgängerzone (werden die Probleme nicht einfach verlagert)? 
5.Wie wird der Radweg nach Norden weiter geführt? auf einem eigenen Trassee? 
6. Wo bestehen Schwachstellen für die Veloroute am Hafen bzw. auf Seeseite? Kann man das mit einem Plan zeigen?
7. Warum wurde beim Umbau des Bahnhofs nicht eine andere Lösung mit der Unterführung gesucht.
8. Warum kann die bestehende Bahnhofunterführung „zusätzliche Personenströme“ nicht aufnehmen? Die wurde doch erst vor gut 10 Jahren gebaut. 
9. Wie soll die Passerelle für die Personenströme Entlastung bringen können? Die ist doch viel zu weit weg von den Zügen und vor allem vom Bus-Halt. 
10. Architekten haben in der Zeitung eine Passerelle ab Hafenrestaurant über die Berglistrasse zum COOP resp. zum Parkplatz an der Rislenstrasse vorgeschlagen. Warum ist das nicht eine gute und viel kürzere Lösung? 
11.Wieso soll bei der SBB der „Bedarf und die Notwendigkeit bestehen, die Geleise für die Bodensee-Radroute zu überqueren“? (Zitat Seeblick) 
12. Warum wurde das Perron von Gleis 3 und 4 nicht breiter gebaut? Man kann den Aufgang zu Gleis 3, auf der Westseite ja kaum umgehen. 
13. Kann man den Engpass beim Hafenrestaurant bzw. beim Ausgang der Unterführung nicht lösen? 
14. Wenn für grössere Personenströme Umbauten / Ergänzungen zu den SBB Anlagen nötig sind, werden diese Rollstuhl gerecht ausgeführt?



Podiumsgespräch 24.04.2017 Stadt Romanshorn

Siehe Artikel Markus Schoch in Thurgauer Zeitung vom 26.04.2017 hier unter Medienberichte.

Schützenswerter Hafen-Freiraum
Öffentliche Freiräume und Anlagen, die sich nicht im privaten Eigentum befinden, sind heute und in Zukunft erhaltenswerte Aufenthaltsräume/Güter für die breite Bevölkerung sowie Besucher eines Ortes.