Romanshorn
   
Jahresbericht 2017-2018

IG-Hafen-Romanshorn Jahresbericht 2017 / 2018 

Die letzte bzw. 6. Vereins-Generalversammlung fand am Freitag 05. Mai 2017 statt.

Ab dieser GV 17 bis zur GV 2018 haben sich die Vorstandsmitglieder regelmässig zu rund 14 Arbeitssitzungen und Teilnahme an einigen öffentlichen Veranstaltungen getroffen.

Vielfältige E-Mail-Korrespondenzen mit Gedankenaustausch ergänzten das gesamte Tätigungsfeld während des ganzen Jahres.

Der Vorstand befasste sich intensiv mit den lokalen Themen Landverkauf für das Hafenhotelprojekt, Gleisüberquerung sprich Passerelle im Bahnhofareal, Rahmennutzungsplan und Gestaltungsrichtplan für die Hafenzone. 

Landverkauf für Hafenhotelprojekt:

Schon im Mai 2016 warb die Stadtverwaltung aktiv für das Hafenhotelprojekt und den damit verbundenen Landverkauf. Die Gestaltungspflicht der Hafenzone und das Hotelprojekt waren zu diesem Zeitpunkt offiziell noch nicht konkret formuliert. Behördenseits blieb es nachfolgend relativ ruhig, das heisst, wenige Zeitungsartikel über die Hotelprojektidee in verschiedenen Zeitabständen hielten Journalisten und Herr Hess zu diesem Thema lauwarm.

Im Mai 2017 wurde bekannt, dass der Landkaufvertrag im Hafenareal zwischen der Stadt Romanshorn und Hess Invest, am 09.06.2017 im Grundbuchamt Arbon aufgrund der Verhandlungen unterzeichnet wird und Gültigkeit mit der Urnenabstimmung per 24.09.2017 erlangt (3900 m2 zum Preis CHF 2‘047‘500 oder per m2 525). Die Medieninformationen brachten den Vorstand auf den Plan und erarbeiteten in vier Punkten ein Gegenargumentarium aus:

1. Die öffentliche Hand darf an dieser Lage direkt am Wasser kein Land verkaufen.

2. Der Preis an dieser besonderen Lage entspricht nicht dem Marktwert.

3. Die Stadtbehörden haben bisher kein Konzept aufgezeigt.

4. Ein Hotel könnte auch an einem anderen Standort gebaut werden.

Am 4. Juli 2017 hat der Vorstand an alle Vereinsmitglieder auf dem Korrespondenzweg das Pro und Kontra bezüglich Landverkaufs vorgestellt und um die Meinung dazu gebeten. Daraufhin sind 10 Rückmeldungen für die Zustimmung eingegangen.

Aufgrund der Umfrage bei den Mitgliedern der IG-Hafen hat der Vorstand am 14.Aug. 2017 sein Gesamtpapier der Überlegungen zum Projekt Landverkauf im Hafenareal seitens der Stadt Romanshorn ausformuliert. Der Presseartikel zu diesem Thema aufgrund dieses Arbeitspapiers und Recherchen des Journalisten ist in der TZ erschienen.

Im ganzen Zeitraum bis zum Abstimmungstag haben auch einige Leserbriefe von Romanshornern und Vereinsmitgliedern zur NEIN-Parolen aufgerufen. Allerdings hatten sämtliche Ortsparteispitzen inkl. Stadtrat von Romanshorn aktiv für das JA fortlaufend geworben.

Das Architekturbüro Bötschi kreierte und realisierte gemeinsam mit dem Vorstand ein Plakat für die Ablehnung des Landverkaufs. Die Aufstellung erfolgte dann am 07.09.2017 beim Zentrum HUB, Ecke Hafen/Bahnhofstrasse, direkt am Hafenrand bei der betroffenen Parzelle, auf Privatgrund von E.+R. Bosshardt im Quartier Holzenstein. Leider fiel die Urnenabstimmung 63 % mit JA-Stimmen zu 37 % NEIN-Stimmen aus. Die geführten Interviews über das Abstimmungsergebnis von Radio-SRF-Regio, TVO, Radio-Top, TV-Top mit Vorstandsmitglied R.Villinger wurden unvollständig und nur mit einem Satz erwähnt. Dem Erfolg von Behörden und Herr Hess wurde in den Medien deutlich mehr Raum gewährt. 

 

Gleisüberquerung sprich Passerelle im Bahnhofareal:

Ausgangslage TZ-Artikel 07.02.2017 und weiterer Artikel 09.02.2017

ROMANSHORN ⋅ Die Stadt möchte im Bereich des «Volksgarten» für 17 Millionen Franken eine Velo- und Fussgängerverbindung über die Gleise an den See bauen. Vier örtliche Architekten stellen zwei Alternativen zur Diskussion.

In Kenntnis des historischen Verlaufes in dieser Angelegenheit hat sich Dieter Bötschi mit dem Thema intensiv befasst und kostengünstigere Varianten für solche Überquerungen planerisch ausgearbeitet und mit dem Vorstand abgesprochen. Hinsichtlich der ablehnenden Haltung der Behörden und des Stadtrates wurde seitens der IG-Hafen dieses Thema  in der Agenda zurück gestellt.

 

Rahmennutzungsplan und Gestaltungsrichtplan für die Hafenzone:

Die Stadt Romanshorn publizierte anfangs 2018 die Revision des Rahmennutzungsplan – mit Hinweis zur öffentlichen Information und Mitwirkung vom 12. Januar bis 12. März 2018.

Siehe auch die im SEEBLICK veröffentliche Beilage mit Antwortbogen.

Der abrufbare Gestaltungsrichtplan Innenstadt mit allen Unterlagen und Plänen überfordert den Bürger ohne Fachkenntnisse. Der Vorstand IG-Hafen unter Federführung von Dieter Bötschi hat sich in die Materie hereingekniet und bezüglich Hafenzone duzende Fragen gestellt. Einwände zu GRP Innenstadt und Baureglement sowie Anträge mit 7 Punkten sind nun seitens der IG-Hafen aufgelistet. Die Stellungnahme des Vorstandes wurde den Vereinsmitgliedern übermittelt und ist in der Homepage ig-hafen-romanshorn publiziert.

Vereinsmitglied Frau Anne-Marie Menzer half erfreulicherweise im März 2018 mit, die Stellungnahme in dieser Sache für Mitglieder, den Leserbrief im Seeblick bezüglich Vernehmungsverfahren Revision Rahmennutzungsplan und Gestaltungsrichtplan und Eingabe an die Behörden zu verfassen.  

Beachtenswert ist im behördenverbindlichen Revisionsplan der Hafenzone die Hotelformabstufung, Gebäudehöhe und Teilöffnung in den ersten 5 m ab Terrain sowie Gebäudeausrichtung dargestellt. Ein Teil der Planungskosten zu Lasten Hess-Invest entfallen für diese allerdings mit dieser Vorgabe. Bereits titelt die TZ am 13.02.2018, dass die Stimmbürger wegen dem Hafenhotel sich verschaukelt fühlen (typische sehr einseitige Berichterstattung).

 

Der Vorstand der ig-hafen-romanshorn hält weiterhin bezüglich Entwicklungen der Hafenzone die Augen offen und interveniert allenfalls im Sinne der Mitglieder. 

Nach wie vor ist das Vereinspräsidium vakant und Aktive sind für dieses Amt willkommen. Ebenso ist die Erweiterung der Vorstandmitglieder wünschenswert. 

GV 26.04.2018           Der Vorstand


Kurzfassung aller Jahresaktivitäten

Die Chronologie der IG-HAFEN-Aktivitäten in der Spalte "Über uns" schliesst die Jahresberichte bis dato ein.

Jahresbericht 2011

Hafen Romanshorn

Zusammengestellt und verfasst durch: H.Löffler und M.Dempfle

Zusammenfassung

Das erste Vereinsjahr 2011 war nicht nur für die IG Hafen Romanshorn, sondern auch für die ganze Gemeinde ein ziemlich bewegtes.
Es war geprägt von intensiven Bürgeraktivitäten, die zu Wahlen und Abstimmungen führten, deren Ergebnis nicht nur für Aussenstehende sondern auch für Einheimische überraschend war.

Höhepunkte des ereignisreichen Jahres waren die Abwahl des bisherigen Gemeindeammans nach nur vier Jahren und die Neuwahl von David H. Bon mit 55% der Wählerstimmen im Februar, dann die Ablehnung des Gemeindesaals mit 58,3% der Stimmenden im Mai, schliesslich die Annahme der Zonenplanänderung (Schaffung der neuen Hafenzone) mit 58 % trotz Ablehnungsempfehlung des Gemeinderats und fast aller Parteien im Oktober. Fast Zeitgleich kam der Gerichtsentscheid des Verwaltungsgerichts, mit dem die Einsprecher gegen den Gestaltungplan Güterschuppenareal recht bekamen.

Weiterhin geprägt war das Jahr durch permanente oder neu geschaffene „Baustellen" resp. hängige Probleme wie die Saalfrage und das fehlende Hotel, Neubau/Umbau des ‚Bodan’, des Bahnhöfli, Transitpost, Lagerhallen am Hafen- und natürlich die „Hafenzone".